Für viele Kinder und Jugendliche ist das Taschengeld ein sehr wichtiges Thema.
Für manche Eltern vielleicht auch ein sehr schwieriges? Heute gibt es junge Leute, die bereits mit Papas Kreditkarte aufwachsen. Es gibt aber auch viele Kinder und Jugendliche,
die nur sehr wenig, oder gar kein Taschengeld bekommen, weil es die Haushaltskasse der Eltern einfach nicht hergibt. Wie ist also der richtige Weg, welche Höhe ist angebracht?

Leider trifft auch das Thema Überschuldung immer mehr junge Menschen. Gerade deshalb
ist es wichtig, die eigenen Kinder schon früh an den Umgang mit Geld zu gewöhnen.
Kinder lernen so bereits zeitig, was teuer und billig ist, dass man Entscheidungen treffen muss und dass das Geld auch schnell ausgegeben ist. Dieser Übungseffekt tritt aber nur ein, wenn Eltern wichtige Regeln einhalten. Eltern sollten von alleine an die Auszahlung des
Taschengeldes denken und dieses auch bitte pünktlich zahlen. Ebenso sollte das Taschengeld
nicht als Belohnung oder Bestrafung dienen. Es sollte auch klar geregelt sein, was die Eltern zusätzlich zum Taschengeld kaufen und was die Kinder vom Taschengeld alleine besorgen sollen. Zum Beispiel neue Anziehsachen oder Schulmaterialien gibt es von den Eltern. Für Eis, Naschkram oder ein neues Spielzeug ist das Taschengeld gedacht.
Beim Umgang mit Geld ist es auch sinnvoll, offen über Geld zu reden. So ist es angebracht,
dass Kinder durchaus wissen, was ihre Eltern verdienen. Auch wenn es manchen Eltern
schwer fällt, sollten sie ihren Kindern gegenüber offen erklären, ob das Geld für bestimmte Wünsche ausreicht, oder nicht. Hilfreich ist dabei auch, die Kinder zum Einkauf mitzunehmen. Die Kleinen lernen so, dass nicht alles erfüllt werden kann, oder dass man für bestimmte Dinge eine gewisse Zeit sparen muss. Ab ca. acht Jahren sollten Kinder
zusätzlich zum Taschengeld auch ein Sparbuch bekommen. Größere Geldbeträge sollten stets darauf eingezahlt werden. Mit 14 bis 16 Jahren ist dann auch ein Jugend-Girokonto
sinnvoll. Viele Eltern können ihren Kindern kein Taschengeld zahlen, weil es das eigene Einkommen einfach nicht hergibt. Vielleicht finden sich aber auch hier Lösungen, die Kindern und Eltern gerecht werden? Kleine Kinder dürfen vielleicht das Pfandgeld behalten, wenn sie beim Einkauf helfen. Ältere Kinder und Jugendliche, die kein Taschengeld bekommen, sind vielleicht auch bereit einen Ferienjob anzunehmen? Natürlich obliegt die Höhe des Taschengeldes und die Frage, ob überhaupt Taschengeld gezahlt werden kann immer den Eltern. Denn das ist stark abhängig von der jeweiligen familiären und beruflichen Situation.
JB

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